Schröpfen

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Schröpfkopftherapie


Das Schröpfen gehört zu den ältesten naturheilkundlichen Verfahren überhaupt. 

Die Geschichte des Schröpfens geht bis ins 3. Jahrtausend vor Christus zurück. Paracelsus (Schweizer Arzt des 16. Jahrhunderts) definierte den Satz: „Wo die Natur einen Schmerz erzeugt hat, da hat sie schädliche Stoffe angehäuft“.

Spezielle Schröpfgläser werden unter Vakuum auf die Haut gebracht. Durch die entstehende Saugwirkung, kommt es zu einer Anregung der Durchblutung im entsprechenden Gebiet. Sauerstoff kommt vermehrt ins Gewebe, Stoffwechselprodukte können abtransportiert werden, Verspannungen und Schmerzen können sich lösen. Des Weiteren kommt es zu einer Anregung des Immun- und Lymphsystems. Von einer reflektorischen Wirkung über Nervenbahnen auf bestimmte Organe, kann somit der gesamte Organismus von dieser Therapieform profitieren.

 

In einzelnen wissenschaftlichen Studien, konnte die Wirksamkeit des Schröpfens belegt werden: Forschende beobachteten eine stärkere Schmerzlinderung bei geschröpften Patientinnen und Patienten bei chronischen Rückenbeschwerden und Beschwerden im Schulter-Nackenbereich, im Vergleich zu nicht behandelten Probandinnen und Probanden.

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Auch beim Karpaltunnelsyndrom am Handgelenk ließ sich die Wirksamkeit der Schröpkopftherapie nachweisen.

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Anwendungsbereiche:


  • Rückenschmerzen
  • niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Kopfschmerzen
  • Tinnitus
  • Regelschmerzen
  • Verdauungsstörungen (Obstipation)
  • Depression
  • Organproblemen (Magen, Leber, Galle)

 

Unterschieden wird zwischen dem trockenen und blutigen Schröpfen, sowie der Schröpfkopfmassage. Dabei kommen Gläser mit verschiedenen Durchmessern zur Anwendung.


Trockenes Schröpfen

Beim trockenen Schröpfen werden die Gläser mittels Vakuumpumpe aufgebracht und durch den erzeugten Unterdruck bleiben diese fest auf der Haut sitzen. Anwendung findet dies bei weißen („kalten, leeren“) Gelosen (Verhärtung im Unterhaut- und Muskelgewebe). Das sind schmerzhafte, kalte und blasse Zonen, in denen die Durchblutung vermindert ist.


Blutiges Schröpfen

Bei der blutigen Art des Schröpfens wird die Haut mit einer sterilen Lanzette vor Aufsetzten des sterilen Schröpfglases leicht gestichelt. Durch die Saugwirkung füllt sich das Schröpfglas mit Blut und Gewebewasser. Zur Anwendung kommt sie bei „Füllezuständen“. Dies äußert sich in einer sogenannten roten („heißen“) Gelose (Verhärtung im Unterhaut- und Muskelgewebe).

Es handelt sich dabei um eine Gewebeaufquellung, die heiß, prallelastisch und schmerzhaft ist.


Schröpfkopfmassage

Bei der Schröpfkopfmassage wird auf den zu massierenden Bereich ein durchblutungsförderndes Öl aufgetragen. Das durch den Unterdruck festgesogene Glas wird langsam über den Rücken verschoben. Dabei ist das Lösen von Verklebungen und Schlacken im Gewebe möglich, stark verspannte Muskulatur wird gelockert, Stoffwechsel und Lymphtätigkeit werden angeregt.


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